Dungeonslayer's

Lecker Fisch oder der Zauberer von Lom-Tranar

Dtg6 bwh

“lecker Fisch oder der Zauberer von Lom-Tranar”

Gruppe

GM:
mad_eminenz
Spieler:
Morlock menschlicher Schwarzmagier aus Gillien
Dirion ein Sandelf Zauberer
Valos Dorrian Novice Helia’s und Krieger aus Vandria
Abigail die Wyndländische Späherin

2 Abendlang im Weidsummen 1214
(4.5.1214)

2. Abendlang im Weidsummen 1214 (13.5.1214)

Valos und Abigail stiegen die gewundene, alte Steintreppe herunter, gefolgt von Morlok und mir. Wir hatten uns kurz darüber verständigt, dass die Goblins, die wir gerade zur Strecke gebracht hatten nicht die einzigen in diesem Gemäuer sein würden.
Und genau so kam es auch: Sei es durch unbedachte Bewegungen unsererseits, oder durch die scharfen Sinne der Dunkelkreaturen, in einem sechs auf sechs Schritte großen Raum am Ende der der Treppe erwarteten uns weitere dieser Kreaturen. Wir stellten uns dieser Situation, und an und für sich wäre das alles kein großes Problem gewesen, wenn die Goblins unserer einziger Gegner geblieben wären.
Doch es begab sich, dass Abigail sich mit der Absicht, ihre Fernwaffe einzusetzen, etwas in Richtung eines bassinartigen kreisrunden Raumes zurückzog, in der Erwartung, dass sich hinter nichts und niemand befinden würde.
Doch sie täuschte sich, denn das dunkle Gewässer, das sich dort befand, kräuselte sich; einige Tentakel schossen aus dem Wasser empor und wickelten sich rücklings um die ahnungslose Rothaarige. Es kostete uns einige Mühe, aber schließlich obsiegten wir über Goblins und Getier, ohne dass jemand ernsthaft zu Schaden gekommen wäre.
An dieser Stelle ist einmal nötig zu erwähnen, dass meine Mitstreiter ihre Waffen respektive im Falle des Schwarzbartes seine arkanen Fähigkeiten wohl einzusetzen wissen. Valos ist wahrlich ein versierter Schwertkämpfer, die Dame Abigail versteht es, ihren Bogen vortrefflich einzusetzen und Morlok ist nicht wegen seiner Feuerkunst, sondern auch wegen seinem guten Gespür für Taktik eine große Hilfe. Ich bin froh, die drei an m einer Seite zu wissen und das, obwohl schon wieder ein Wolf aufgetaucht ist, während Abigail verschwunden war…

Jedenfalls durchsuchten wir die unterirdische Anlage und fanden allerlei Wundersames, aber auch etwas Trauriges. Wundersam war, dass wir einen Brunnen fanden, dessen Wasser Heilkräfte aufwies, ein wirkliches Faszinosum, das nach einer wissenschaftlichen Untersuchung schreit, wobei ich vermeinte, wie Valos etwas von göttlichen Kräften Helias vor sich hin gebrummt hatte.

Wir füllten unsere Wasserschläuche mit dem Heilwasser und fanden dann Darbuus Refugium, doch der Magier war tot. Ich konnte das so genau sagen, weil sein Geist vor mir in der Luft schwebte.
Die Erscheinung reagierte leider nicht auf meine Ansprache und rezitierte einen langen Satz. Wieder und wieder sprach er die Worte: „Befreit Lom-Tranar von seinem Übel, dem Schwarzmagier Kardos, der des Waldes Herrin gefangen hält.

Das Wasser hat er zwar verdorben, doch im Schatten der Abendsonne wird es euch helfen. Eint die Göttin, damit ich wieder Frieden finde“.
Die Kämpfer gruselten sich ein wenig vor der Erscheinung, doch ich dachte mir, dass wenn der verwirrte Geist mich angreifen wollte, er dies bereits getan hätte und außerdem schien der Verblichene kein böses Wesen gewesen zu sein. Der Schwarzbart zeigte sich ebenso wenig beeindruckt und winkte mir im Gegenteil zu, denn er hatte im Hintergrund einen weiteren Raum entdeckt, in welchem wir einige nützliche arkane Dinge fanden, darunter eine Handvoll Spruchrollen.

Da wir diesen ominösen Kardos nun zur Stecke bringen mussten und dieser weitere Gehilfen befehligen könnte, erschien es mir statthaft, das Gefundene für diese Aufgabe zu benutzen.
Danach erforschten wir das Gewölbe weiter. Zunächst fanden wir nichts weiter als zwei mit Regalen gefüllte Lagerräume, in welchen sich allerlei Vorräte und andere Haushaltswaren befanden und fanden uns schließlich wieder in dem Raum mit der Wendeltreppe wieder.

Ich zeigte auf den einzigen Ausgang, den wir noch nicht erforscht hatten. Schon nach ein paar Schritten hielt die vorgehende Abigail inne und machte uns ein Zeichen zu lauschen. Und richtig, wir vernahmen die wehenden Klänge eines Saiteninstruments aus einem der beiden Räume, welche vor uns von dem Gang abzweigten. Die Waldläuferin machte sich leise daran, die Umgebung zu erforschen und kehrte mit der Nachricht zurück, dass es keine weiteren Räume gab, außer einer Treppe, welche mit einem Fallgitter versperrt war.

So beschlossen wir, dem Musikanten und seinen Kumpanen eine Aufwartung zu machen.
Natürlich waren auch dort keine heiteren Spielleute aufzufinden, ganz im Gegenteil: In dem Raum, aus welchem die Musik erklang, befand sich eine neue Art dunkler Wesen. Grobschlächtiger und auch größer als die Goblins, mit denen wir es bisher zu tun gehabt hatten, war das herausragende Merkmal dieser Kreaturen die beiden hauerartigen Zähne, die aus ihrer Unterlippe förmlich hervorstachen.
‚Orks‘, durchschoss es mich.
Doch obwohl sie harte Kämpfer waren, hatten die Orks der Schlaggewalt Valos‘ und der Feuerkraft Morloks‘ am Ende nichts entgegenzusetzen.

Dem Schwarzbart scheint das Töten nicht unangenehm zu sein, denn er stößt immer wieder hysterische Lachsalven aus, wenn er einen Gegner zur Strecke bringt]
Die Orks bewachten einen Käfig in welchem ein kleines Tier mit weißem Fell eingesperrt war, laut Abigail ein Eichhörnchen.
Des Weiteren war ein Seilzug zu sehen, mit welchem, hätten wir unsere Gegner nicht so schnell ausgeschaltet, diese hätten Alarm auslösen können.
Eine kurze Unterredung erfolgte, welche ergab, dass es sich bei dem weißen Hörnchen möglicherweise um die in der Weissagung angesprochene Herrin des Waldes handeln könnte. Es klang zwar etwas merkwürdig in meinen Ohren, aber ich muss zugeben, dass die Augen des Tieres mich intelligent ansahen…
Auf jeden Fall bedurfte es nicht vieler Worte, um zu beschließen, das Tier freizulassen. Nachdem wir die Tür des Käfigs entriegelt hatten, stellte sich das Nagetier kurz auf die Hinterbeine, streckte die Nase in die Luft und verschwand in Windeseile, nachdem es uns scheinbar einen weiteren Blick zugeworfen hatte.

Die erfreute Abigail stellte fest, dass das Wesen uns ein Geschenk in Form einiger weißer Nüsse dagelassen hatte. Laut ihrer Meinung können diese Nüsse viel Gutes bewirken.
Und es gab noch eine weitere Besonderheit in diesem Raum: An einer der Wände lehnte eine etwa fünf Fuß hohe Statue aus hellem Gestein, welcher allerdings der Kopf fehlte. Ansonsten war das Kunstwerk fein gearbeitet. Ihre weiblichen Formen erinnerten an die Frauen meines Volkes, ja tatsächlich durchschoss mich der Gedanke, es könnte sich um eine Darstellung der höchsten Göttin der Elfen – derjenigen, die sich aus den Göttern etwas machten – nämlich der so genannten Erstelfe handeln.
Wie viele meines Volkes respektiere ich die Götter zwar, bin aber der Meinung, dass jedes Individuum seines Glückes Schmied ist.

Ich tat meinen Verdacht kund, und wir gingen noch einmal die Litanei des toten Gnomenmagiers durch.
Schließlich beschlossen wir, dem einzigen Ort aufzusuchen, an welchem etwas aus der Rezitation zu finden war, nämlich den runden Raum, der mit Wasser gefüllt war. Wasser, das – durch die Kreatur mit den Tentakeln – verdorben gewesen war.
Zurück in dem zisternenartigen Raum, begannen wir zu suchen und ich muss gestehen, dass es meine Idee war, den ‚Schatten der Abendsonne‘ mit Osten zu assoziieren.
Und tatsächlich entdeckten meine Augen einen Umriss in der runden Mauer…

Comments

sehr schön! Danke für den schönen Bericht!

mad_eminenz

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